Vom 13. - 26. August 2010 entwarfen und bauten 24 Jugendliche aus Belarus, Italien und Nordrhein-Westfalen einen Naturlehrpfad an der Wildenburg in der Eifel. Die mittelalterliche Burg bot den TeilnehmerInnen einen spannenden Ausgangsort zum Arbeiten, für das Kennenlernen anderer Kulturen und zur Erholung.
Um Euch einen Eindruck vom Workcamp "NATURA 2010" zu machen, schaut doch einfach in unsere Galerie und lest den Bericht der TeilnehmerInnen!
Ansprechpartner: Eva Pier
In Vlasenica wird mit Hilfe von Workcamps eine alte Schule zu einem Jugendgästehaus umgestaltet. Im Rahmen von „Let’s the sun come in“ wird eine solarbetriebene Warmwassererzeugung oder eine Kläranlage für das Haus errichtet.
Die Jugendlichen beschäftigen sich während des Workcamps generell mit regenerativer Energie und Energieeinsparung. Sie recherchieren, diskutieren und analysieren die Vorteile regenerativer Energien gegenüber fossilen Brennstoffen. Als ein Beispiel des Einsatzes regenerativer Energien besichtigt die Gruppe ein nahe gelegenes Wasserkraftwerk. Um diese Themen zudem praktisch zu erfassen, errichten die TeilnehmerInnen für das Jugendgästehaus eine biologische Schilfbeetkläranlage oder installieren eine Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung. Beide Aktionen sollen dazu beitragen, die Wirtschaftlichkeit des Hauses zu sichern. Bei der Durchführung dieser Arbeiten und der Materialbeschaffung unterstützt bereits die lokale Bevölkerung das Projekt. Über die ökologische und politische Bildungsarbeit hinaus, lernen die Jugendlichen den Balkan kennen. So wird die Gruppe im Zuge der landschaftlichen Erkundungen mit Wikingerschiffen den Fluss Drina, Grenzfluss zwischen Serbien und Bosnien-Herzegowina, befahren. Die Jugendlichen werden ein Online-Tagebuch schreiben, das die Basis für die abschließende Dokumentation bildet. Vor Ort ist die Gruppe in die Pressearbeit über das Projekt eingebunden.
Im Rahmen eines Aufenthaltes in Bosnien-Herzegowina ist es unerlässlich, mit den Jugendlichen auch die ethnischen Konflikte und die Zerrissenheit seiner Bevölkerungsgruppen zu thematisieren. In Gesprächen, unter anderem mit den in der Nähe stationierten Sfor-Soldaten sowie mit einer Exkursion ins nahe gelegene Srebrenica, wird der Gruppe dieses schwierige historische Thema nähergebracht.