Vom 13. - 26. August 2010 entwarfen und bauten 24 Jugendliche aus Belarus, Italien und Nordrhein-Westfalen einen Naturlehrpfad an der Wildenburg in der Eifel. Die mittelalterliche Burg bot den TeilnehmerInnen einen spannenden Ausgangsort zum Arbeiten, für das Kennenlernen anderer Kulturen und zur Erholung.
Um Euch einen Eindruck vom Workcamp "NATURA 2010" zu machen, schaut doch einfach in unsere Galerie und lest den Bericht der TeilnehmerInnen!
Ansprechpartner: Eva Pier
Bericht "NATURA 2009"
Von ihrem Alltag im ewoca³-Workcamp "Natura" in Belarus berichten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer E-Mail. Junge Leute aus Dortmund und Münster von der Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Agenda 21 arbeiten dort gemeinsam mit Gleichaltrigen von der Organisation "Legambiente" aus Rom/ Italien und der "Stiftung Lebendige Partnerschaft" in Minsk /Belarus unter anderem im Kinderzentrum Nadeshda:
"22 Jugendliche aus Belarus, Italien und Deutschland sind am berühmten Nadeshda Kinderzentrum zu einem Workcamp zusammen gekommen. Für die meisten von ihnen ist das die erste internationale Jugendbegegnung ihres Lebens.
“Es ist ein interessantes Workcamp, wir haben eine Menge Spaß und machen wunderbare Sachen”, gibt Anastasia Shevchik (16), eine belarussische Teilnehmerin, begeistert zu Protokoll. Jeden Tag steht die Gruppe um 8 Uhr in den Zelten auf und muss sich das Frühstück auf dem 1 Kilometer langen Weg vom Zeltplatz zum Kinderzentrum erst einmal erarbeiten. Nach dem täglichen „Kick Off” mit Spielen und Informationen teilen sich die TeilnehmerInnen auf ihre Arbeitsgruppen auf. Es gibt zwei Arbeitsprojekte. Eine Gruppe arbeitet am Teich, baut eine Naturbeobachtungsstation und Bänke und gestaltet die Landschaft rund herum. Die andere Gruppe erstellt einen Spielplatz für Kleinkinder ganz aus Holz.
Nach dem Mittagessen gibt es jeden Tag die „Open Time“, in der verschiedene Freizeitaktivitäten angeboten werden. Hier bieten auch die Jugendlichen Aktivitäten an, die sie gern machen möchten.
Ob Fußball, Volleyball, Djembe spielen oder Sonnenbaden – es gibt eine Menge Gelegenheiten, mit den anderen Spaß zu haben. „Nach dem Abendessen sitzen wir gern am Lagerfeuer, singen, rösten Brot und Würstchen. Wir lernen von den anderen viele neue Lieder und Wörter,“ berichtet Svenja Heesch (17) aus Deutschland.
Um über die anderen Kulturen zu lernen, bereitet jede Gruppe einen „national evening“ vor. Dort zeigen sich die TeilnehmerInnen gegenseitig, wie das Leben in ihren Heimatländern ist. „Alle lernen neue Sachen über die Kultur der Anderen und wir haben eine Menge Spaß,“ so Marta Brun (17) aus Italien.
An einem Tag haben wir das „Chernobyl museum“ des Nadeshda Kinderzentrums besucht. Dort lernten wir eine Menge schreckliche Sachen über diese Tragödie. Am nächsten Tag fuhren wir zum Dorf Druzhnaja, wo wir ökologische Häuser für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe sehen konnten. Diese Häuser werden in gemeinsamer Arbeit mit den zukünftigen Bewohnern und internationalen Freiwilligen aus Holz, Lehm und Stroh erbaut.
Einige wenige Tage bleiben uns noch in unserem Workcamp – wir freuen uns darauf, unsere Projekte abzuschließen, neue Freundschaften zu schließen und Minsk zu besuchen."
Aus dem Workcamp berichten hier: Anastasia Shevchik, Svenja Heesch, Marta Beata Brun
Übersetzung und Bearbeitung: Kathrin Schroeder.