Vom 13. - 26. August 2010 entwarfen und bauten 24 Jugendliche aus Belarus, Italien und Nordrhein-Westfalen einen Naturlehrpfad an der Wildenburg in der Eifel. Die mittelalterliche Burg bot den TeilnehmerInnen einen spannenden Ausgangsort zum Arbeiten, für das Kennenlernen anderer Kulturen und zur Erholung.
Um Euch einen Eindruck vom Workcamp "NATURA 2010" zu machen, schaut doch einfach in unsere Galerie und lest den Bericht der TeilnehmerInnen!
Ansprechpartner: Eva Pier
„NATURA 2010": Drei Kulturen - ein Ziel
Bau eines Naturlehrpfades an der Wildenburg
Hellenthal-Wildenburg. Wenn man in der Zeit vom 13.08 bis zum 26.08.2010 an der Wildenburg entlang wandert, kann man außer Vogelgezwitscher und Grillengezirpe Wortfetzen in Weißrussisch, Italienisch und auch Deutsch vernehmen. Denn hier findet das zweite Workcamp „NATURA“ mit 24 Jugendlichen aus allen drei Ländern im Alter zwischen 15 und 18 Jahren statt. Betreut werden sie dabei von sechs Teamern unter der Leitung von Landschafts-ökologin Eva Pier von der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V.
Ziel des Projektes in diesem Jahr ist es, einen Naturlehrpfad mit sechs Stationen zu bauen, die von den Teilnehmern in kleineren Gruppen selbst entworfen werden. Dabei wird dort ein alter Zaun zur Sicherheit der Wanderer komplett erneuert. Durch das Arbeiten mit und in der Natur lernen die Jugendlichen nicht nur mehr über die artenreiche Flora und Fauna in dieser Region, sondern auch, dass ein gemeinsames Ziel Sprachschwierigkeiten und kulturelle Unterschiede überbrücken kann. Besondere Höhepunkte sind die Länderabende, an denen den anderen Teilnehmern landestypische Gerichte, Spiele und Traditionen aus den Heimatländern den anderen vorgestellt werden. Im Rahmen des deutschen Abends wurde die deutsche Mülltrennung in Form eines Spiels vermittelt; während der Italienischen Nacht der wurden die Gaumen mit Tortellini, Pizza und Tiramisù verwöhnt. In traditionelle Gewänder gehüllt forderten die Belarussen zum Polkatanzen auf und servierten kleine Pfannkuchen mit „sguschtschonka“.
Für die Gruppen aus Belarus und Italien ist es der erste Aufenthalt in Deutschland, aber sie haben sich sehr schnell an das Land und das deutsche Essen, vor allem die Würstchen, gewöhnt. Auch einige Teilnehmer, die bereits im letzten Jahr in Weißrussland dabei gewesen sind, packen auch dieses Jahr hier in Deutschland tatkräftig mit an.
Das Programm wird abgerundet durch Exkursionen in den Nettersheimer Hochseilgarten, zur Ordensburg Vogelsang und zum Kölner Dom. Diese Mischung aus beidem, naturverbundener Arbeit und gruppendynamischem Freizeitprogramm, macht das Projekt zu einer einzigartigen Erfahrung für jeden Teilnehmer.
Im nächsten Jahr geht das Workcamp „NATURA“ in die dritte und somit letzte Runde. Viele Teilnehmer sind schon jetzt auf das kommende Projekt in Italien gespannt.
Der Naturlehrpfad wird am 22. August 2010 um 15 Uhr zusammen mit dem Bürgermeister der Gemeinde Hellenthal, Herrn Rudolf Westerburg, eingeweiht. Holz und Werkzeug für den Bau des Naturlehrpfades wurden dem Projekt von der Gemeinde Hellenthal kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Organisiert wird das Projekt von der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. in Dortmund zusammen mit je einer Partnerorganisation aus Belarus und Italien. Eingegliedert in das Förderprogramm „Ewoca3“ wird das Workcamp zu 50 Prozent von der Stiftung Mercator finanziert und vom IBB e.V. durchgeführt. Weitere Förderer sind die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW sowie der „Mobilitätsfond des Europarates und des Internationalen Eisenbahnverbandes“.
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